Tarte Flambée – Elsässer Flammkuchen

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Früher habe ich ganz in der Nähe der französischen Grenze bei Straßburg gelebt und war natürlich regelmäßig in Frankreich zum Flammkuchen essen. In den traditionellen Flammkuchen-Restaurants gings da immer ziemlich rustikal zu. Auf den Tischen waren weisse Papiertischdecken. Man bestellte als Gruppe einmal Flammkuchen und bekam dann immer wieder einen gebracht, quasi bis zum Abwinken. Zum Schluss gabs dann immer noch einen süßen mit Äpfeln, der mit Calvados flambiert wurde. Für jeden Flammkuchen wurde am Tischende ein Strich mit einem Kuli direkt auf die Papiertischdecke gemacht. Und dazu trank man am Anfang erst mal Amer Bière, ein Biermischgetränk mit Likör und danach gutes französisches Bier, das Kronenbourg, das im Elsass hergestellt wird. Das war vor 30 Jahren noch alles sehr besonders, damals gab es den Flammkuchen nur im Elsass. Heute bekommt man ihn überall, in jedem Restaurant und auch in jedem Supermarkt.

Ursprünglich war der Flammkuchen eigentlich eine Art Testteig – man hat ihn dünn ausgerollt in den Ofen geschoben, um zu sehen, ob der Ofen noch zu heiß zum Brot backen war. Früher wurden die Öfen bei den Bäckereien noch mit Holz, also offener Flamme beheizt, daher auch der Name Flammkuchen. Wurde der Teig zu schnell dunkel, musste man mit dem Brotteig noch warten, brauchte er zu lange, musste nachgefeuert werden.

Ich esse ihn nach wie vor sehr gerne. Seit einigen Jahren mache ich ihn selbst. Der Teig ist ganz einfach herzustellen und auf einem Stein gebacken schmeckt er ziemlich gut, auch wenn er nicht an den Originalen aus dem Elsass dran kommt.

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Zutaten für 4 Personen (5-6 Flammkuchen):

Teig:

  • 750 g Weizenmehl 550
  • 400 g Wasser
  • 1,5 TL Salz
  • 5 EL Olivenöl

Alle Zutaten im Thermomix auf der Teigstufe 3 Minuten vermischen. Mindestens 4 Stunden stehen lassen.

Alternativ kann der Teig natürlich auch mit dem Rührgerät gemacht werden.

Den Teig auf ein bemehltes Backbrett geben und einmal gut durchkneten. In 6 gleich große Teile schneiden und diese zu runden kleinen Fladen formen.

Jeden Teigling so dünn wie möglich ausrollen.

Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ich mache das bereits 1 Stunde vorher, da ich auf einem Stein backe und dieser so lange braucht, bis er wirklich heiß ist.

Belag:

  • 2 Becher Schmand
  • 100 g Sahne
  • 1 TL Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 150 g Speckwürfel
  • 1 große Gemüsezwiebel
  • Bärlauchsalz oder anderes Kräutersalz

Schmand mit der Sahne, Salz und Pfeffer cremig rühren. Jeweils 1/6 auf den Teig streichen.

Die Zwiebeln in sehr dünne Scheiben hobeln und mit dem Speck auf den Teigfladen verteilen.

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Den Flammkuchen auf den Stein bzw. auf ein Backblech geben und 10 Minuten backen.

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3 Kommentare

  1. Liebe Valesa,
    wir hatten gestern Flammkuchen nach deinem Rezept – sehr lecker! Den gibt es jetzt bestimmt öfter bei uns.
    Du schreibst, dass man den Teig mindestens vier Stunden stehen lassen soll. Weißt du auch, wie lange er maximal stehen bleiben kann, evtl. auch im Kühlschrank? Unter der Woche wäre das dann praktikabler für mich…
    Danke auch für deine anderen Rezepte und Hilfestellungen, mach weiter so!
    Liebe Grüße
    Manuela

    • Vielen Dank Manuela! 🙂 Du kannst den Teig ohne Bedenken mehrere Tage im Kühlschrank lassen, wichtig ist eben nur, dass er kühl steht! Wenn du vor hast,ihn länger im Kühlschrank zu lagern, brauchst du die 4 Stunden auch nicht einhalten! LG Valesa

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