Mischbrot mit Maniokwurzel – glutenfrei (alternativ Kartoffeln)

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Letzte Woche bin ich eher zufällig mit meiner Schwester, die Gluten nicht verträgt, in einem afrikanischen Lebensmittelgeschäft gewesen. Sie hat sich dort Mehl aus Yamswurzel und Maniok geholt, dass sie als Mehlersatz für Suppen und ähnliches benutzt. Ich habe mir jetzt auch mal beide Mehlsorten mitgenommen und werde da in nächsten Zeit mal mit experimentieren, da ich glaube, dass sie sich auch für glutenfreies Brot gut eignen. Diese Mehlsorten bekommt man auch in Asiatischen Läden, die afrikanischen Läden sind ja wahrscheinlich doch recht selten.

Was ich aber noch mitgenommen habe, ist eine Maniokwurzel oder auch Cassava oder Kartoffel der Inka genannt.

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Das Mehl daraus wird auch oft Cassavamehl genannt. Sie werden bei uns mit einer Wachsschicht überzogen angeboten, da sie sonst nicht lange halten würden. Maniokwurzeln lassen sich ähnlich wie Kartoffeln zubereiten. Ich habe es so gemacht, wie die Verkäuferin es mir empfohlen hat: die Wurzel längs halbiert, in der Mitte den braunen „Faden“ rausgeschnitten (das ist wichtig!) und sie dann geschält, in Stücke geschnitten, gekocht und in kleinen Portionen eingefroren. Heute werde ich mal ein Brot daraus machen und die Maniokstücke wo verwenden, wie gekochte Kartoffeln. Sie haben übrigens gekocht einen sehr leckeren Geschmack, so zwischen Kartoffel und Kokosnuss! Sie sollen, so weit ich weiss, immer gekocht werden, da sie, ähnlich wie grüne Bohnen oder Kartoffeln, roh Giftstoffe enthalten, die beim Kochen verloren gehen. Wer Maniok nicht verwenden will, kann statt dessen einfach Kartoffeln nehmen. Das Brot ist vom Geschmack her sehr lecker geworden. Das nächste werde ich mit noch mehr Maniok machen.

Weitere glutenfreie Brotrezepte, viel Wissenswertes zum Thema glutenfrei Brot backen und Rezepte für eigene Mehlmischungen findet ihr auf meinem Blog brotbackliebeundmehr ! Weitere Rezepte auch in meiner Facebookgruppe Glutenfrei Brot backen – brotbackliebeundmehr !

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Zutaten für 2 kleine oder 1 großes Brot:

Hefevorteig:

  • 200 g glutenfreie Mehlmischung für helles Brot
  • 200 g Wasser
  • 10 g frische Hefe

Die Hefe mit dem Wasser vermischen und das Mehl untermischen. Abgedeckt 12 Stunden bei Raumtemperatur auf dem kühlen Boden gehen lassen. Oder 24 Stunden kühl stellen.

Hauptteig:

  • Hefevorteig
  • 50 g Leinsamen
  • 70 g Sonnenblumenkerne
  • 180 g Karotten
  • 230 Kartoffelwürfel
  • 230 g dunkle Mehlmischung glutenfrei (Rezept für Mehlmischung unter Basics und Knowhow glutenfrei backen)
  • 220 helle Mehmischung glutenfrei (Rezept für Mehlmischung unter Basics und Knowhow glutenfrei backen)
  • 1 TL Guarkernmehl
  • 1 TL Flohsamenschalen
  • 30 g frische Hefe
  • 100 g Wasser
  • 130 g Buttermilch (alternativ Mandelmilch ungesüßt)
  • 17 g Salz
  • 1 EL Zuckerrübensirup
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g glutenfreie Flocken (Reis, Quinoa, Buchweizen)
  • 30 g Sonnenblumenöl

Im Thermomix:

Sonnenblumenkerne und Leinsamen 30 Sekunden / Stufe 10 mahlen. Umfüllen.

Karotten im Thermomix aufs laufende Messer fallen lassen, 5 Sekunden / Stufe 6 zerkleinern.

Maniokwürfel zugeben und mit dem Wasser, Buttermilch und der Hefe im Thermomix auf Stufe 4 / 1 Minute / 37 Grad vermischen.

Hefevorteig,  Guarkernmehl, Flohsamenschalen, Salz, Zuckerrübensirup, Sonnenblumenkerne, Flocken und Öl in den Topf geben und 1 Minute / Stufe 3 untermischen. Mehl und gemahlene Kern-Leinsamenmischung dazugeben und auf Teigstufe 3 Minuten kneten.

Ohne Thermomix (Rührgerät oder Teigmaschine):

Die Karotten fein reiben.

Die Sonnenblumenkerne und Leinsamen fein mahlen.

Den gekochten gewürfelten Maniok (alternativ Kartoffeln) mit dem Wasser und der Buttermilch pürieren. Die Hefe untermischen und gut verrühren. 5 Minuten quellen lassen.

Maniok-Hefeteig, Hefevorteig, Salz, Zuckerrübensirup, Karotten, Sonnenblumenkerne-Leinsamenmehl, Guarkernmehl und Flohsamenschalen gründlich vermischen. Mehl, Sonnenblumenkerne und Flocken untermischen.

Weitere Zubereitung:

Den Teig nochmal mit der Hand durchkneten. Er ist sehr klebrig. Ich nehme dazu einen Gummihandschuh, damit geht es richtig gut, der Teig bleibt nicht so arg an den Händen kleben.  In zwei kleine oder eine große Brotkastenform (gefettet) geben und mit nassen Händen glatt streichen. Die Form kann ungefähr zu 2 Dritteln gefüllt sein. Mit Sonneblumenkernen oder Flocken nach Wunsch bestreuen und mit Frischhaltefolie locker abdecken. Die Kerne oben drauf bewirken auch, dass die Folie nachher nicht am Teig kleben bleibt!

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1,5 Stunden gehen lassen. Backofen auf 250 Grad vorheizen. Die Brote auf dem Rost, mittlere Stufe 20 Minuten mit Ober- und Unterhitze backen. Backofen auf 200 Grad runterschalten und weitere 30 Minuten backen.

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