Amerikanischer Buttertoast


 

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Amerikanischer Buttertoast
Amerikanischer Buttertoast

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Als ich angefangen habe, mein Brot selbst zu backen, konnte ich mir noch gar nicht vorstellen, ein typisches amerikanisches Toastbrot selbst zu machen, dass wirklich schmeckt und mehr als ein paar Tage frisch bleibt. Wir lieben amerikanischen Toast, morgens mit „peanutbutter and jam“. Das habe ich als gebürtige Amerikanerin schon als Kind verschlungen. Mittlerweile bekomme ich so einen Toast hin. Ich mache mein Toastbrot immer mit einem Hefevorteig, den ich am Tag vorher ansetze und mit Buttermilch. Ich glaube, durch die Buttermilch bleibt es so lange frisch und schmeckt auch einfach gut. Bei uns gibt es jedenfalls, seit ich dieses Brot backe, kein gekauftest Toastbrot mehr. Es schmeckt sowohl ungetoastet wie getoastet sehr gut und meiner Meinung nach weit besser, als das gekaufte, das zudem oft noch eine Unmenge von Zusatzstoffen hat!

Untypischerweise habe ich noch von meinem italienischen Sauerteig, Lievito Madre, mit in den Teig gegeben. Ich habe das Gefühl, dass das Brot noch gigantischer aufgegangen ist, als es ohnehin schon aufgeht. Aber auch ohne Lievito wird es wirklich lecker und geht sehr gut auf. Wenn man also keinen hat, kann man ihn einfach weglassen und etwas mehr Hefe verwenden.

25.06.2016

Mittlerweile habe ich das Rezept nochmal überarbeitet, etwas vereinfacht und auch für den Thermomix aufgeschrieben! Die Teigmenge habe ich halbiert, wer also das alte Rezept gewöhnt ist, sollte die doppelte Menge nehmen. Außerdem habe ich den Vorteig nur noch 4 Stunden gehen lassen, da ich gemerkt habe, dass das Brot so genau so gut wird.

Ich nehme immer ziemlich kleine Formen, da wir Toast gerne zum Frühstück dazu essen, aber eben nicht nur! Da finde ich diese Förmchen ideal. Die Teigmenge reicht für 2 kleine Formen.

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Zutaten für 1 großes oder 2 kleine Toastbrote

Hefevorteig:

  • 100 g Weizenmehl 550
  • 100 g Buttermilch
  • 3 g frische Hefe
  • 3 g Salz

Alle Zutaten miteinander verkneten und 4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Zubereitung im Thermomix

Die Zutaten in den Topf geben und auf Stufe 3 / 30 Sekunden mischen. 4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

 

Hauptteig:

  • Hefevorteig
  • 400 g Weizenmehl 550
  • 100 g Weizenmehl 1050
  • 120 g Buttermilch
  • 50 g Lievito Madre am Vortag gefüttert
  • 150 g Milch
  • 25 ml Wasser
  • 35 g Butter
  • 20 g Zucker
  • 10 g Salz
  • 5 g Hefe (10 g wenn kein Lievito Madre vorhanden ist)

 

Alle Zutaten, außer der Butter,  in die Teigschüssel geben.

Alles 5 Minuten bei kleinster Geschwindigkeit verkneten, dann nochmal 3 Minuten bei höchster Geschwindigkeit. Die Butter in kleinen Stücken in die Schüssel geben und nochmal 2 Minuten auf mittlerer Stufe unterkneten.

Zubereitung im Thermomix

Alle Zutaten, außer der Butter, in den Topf geben und auf der Teigstufe 4 Minuten kneten. Die Butter in Stückchen in den Topf geben und weiter 3 Minuten auf der Teigstufe kneten.

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Den Teig auf ein Backbrett geben, ein paar mal falten und rundwirken. 1 Stunde abgedeckt ruhen lassen.

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Ich teile den Teig dann entweder in  kleine Stücke, falte jeden Teigling in paar mal, mache Fladen draus und rolle diese dann auf. Die aufgerollten Fladen kommen dann nebeneinander in eine gefettete Kastenform.

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Oder ich rolle die Teiglinge einfach zu Fladen, rolle diese dann auf und lege sie in die Form Beachte bitte, dass der Teig gut 2-3 mal so hoch wird, wie er jetzt ist!!!! Er hat einen enormen Ofentrieb!

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Den Teig in der Form 60 Minuten gehen lassen. Er ist jetzt schon gut doppelt so hoch und geht beim Backen noch über den Rand der Formen. Brot einschneiden.

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Die Brote bei 240 Grad in den Ofen geben, die Hitze auf 200 Grad reduzieren und 40 – 50 Minuten backen. Beim Einschießen den Backofen schwaden. Nach 10 Minuten den Dampf ablassen.

Das Brot rausnehmen und mit dem Bräunwisch (großer Brotpinsel) und Wasser abstreichen.

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53 Kommentare

  1. Guten Morgen Valesa,
    ich habe gestern dein tolles Toastbrot gebacken und gerade angeschnitten und auch schon probiert und verarbeitet. Ich muss sagen ich bin begeistert. Habe schon lange nach so einem tollen weißen Brot gesucht, das einem Toastbrot aus’m Laden ähnelt.
    Das werde ich jetzt immer wieder backen, wenn es zu neige geht 👍
    Vielen Dank dafür…

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  2. Bin gerade beim nachbacken (Vorteig lasse ich im Moment gehen) und stelle fest, dass ich nur noch 4 gr. frische Hefe habe. Gibt es ein Problem, wenn ich die 6 gr. frische Hefe, die ich noch benötige (habe keine LM), mit trockener Hefe ersetze? In diesem Fall soll ich nur noch 2 gr. trockener Hefe benutzen, oder? Vielen Dank!!

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  3. Hallo Valesa, die Angaben zur Hefe ohne LM sind leider widersprüchlich. Du schreibst: „5 g Hefe (10 g wenn kein Lievito Madre vorhanden ist)“ und „50 g Lievito Madre (falls vorhanden, ansonsten einfach weglassen und 10 g mehr Hefe verwenden)“.

    Leider ist jetzt nicht klar, ob man ohne LM 15 g (dann müsste in der oberen Klammer „15 g“ stehen) oder 10 g (dann müsste in der unteren Klammer „5 g mehr“ stehen) Hefe verwenden soll. Wäre schön, wenn du die Angaben korrigieren könntest. Danke. Gruß Marc

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  4. Hallo Valesa,
    ich habe Deinen tollen Toast gestern probiert und heute ich nach dem Frühstück kaum noch etwas übrig. Vielen, vIelen Dank für das tolle Rezept. Bei mir ist er oben nur etwas dunkel geworden. Backst Du den Toast bei Umluft oder Unter- und Oberhitze? Deckst Du ihn ab?
    Liebe Grüße
    Antje

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  5. Hallo valesa, hab das toastbrot heute gebacken.
    Was soll ich sagen,es schmeckt super.
    Jetzt noch schnell ein paar aufstriche zaubern und genießen.
    Danke für das tolle rezept.
    Liebe grüße elisabeth

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      • Hab einen Feta-Paprika und einen Tomatenfrischkäseaufstrich gemacht.
        Die hälfte vom toast ist weggefuttert;-)
        Meine familie ist begeistert von dem toast.
        Werd ichbestimmt öfter backen.
        Liebe grüße elisabeth

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      • Das hört sich lecker an! Wenn das Rezepte von dir sind, kannst du die ja gerne auch mal in der Gruppe posten! Ich werde wohl nächste Woche auch wieder Toast backen müssen, wir haben gerade zum Frühstück das letzte gegessen! LG Valesa

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    • Das ist eine spezielle Brotbackform, die ungefähr die doppelte Größe einer normalen Brotbackform hat. Du kannst einfach schauen, dass du deine Formen nicht mehr wir halb füllst! Sollte dann noch ein kleiner Teigrest übrig bleiben, kannst du einfach noch Brötchen davon backen, sind auch sehr gut! LG Valesa

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      • Vielen Dank für die Antwort ich hab eine Brotbackform zum ausziehen. Dann werde ich die Länge nach einer Kuchenform einstellen.

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  6. Hallo Valesa, ich habe eben gesehen dass in meinem Beitrag zu Deinem mega Toastbrot meine email Adresse veröffentlicht ist…..habe mich wohl in der Zeile vertan. Kannst Du das irgendwie rauslöschen ????
    Sorry…..Danke ! LG Gitti

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  7. Hallo Valesa, der Toast ist der WAHNSINN ! Ich habe schon sehr viele Versuche hinter mir aber ich werde nur noch diesen Toast backen, der schmeckt sowas von lecker. Die Kinder sind auch total begeistert. Danke für DAS perfekte Toast Rezept !

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  8. Habe mir gerade den Toast schmecken lassen und bin begeistert! Um ehrlich zu sein bin ich ein Knetbanause!
    In Ermangelung einer Knetmaschine habe ich alles in den T*mix geschmissen (halbe Menge, mehr passt nicht rein), kurz vermischt, dann die Butter mit rein. Knetstufe an und….Perfekt! Auch das hat funktioniert. Das Toastbrot ist einfach wunderbar geworden! Genauso wie auf Deinen Fotos und der Geschmack erst…Wirklich nicht mit den gekauften zu vergleichen. Ich finde der Vorteig und die restliche Hefe haben genug Kraft und die Butter hat den Trieb nicht verhindern können 😉
    Man kann sicher immer alles noch besser werden lassen, aber für mich ist das Ergebnis optimal. Von daher 5Sterne wert. Vielen Dank, Valesa

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  9. Hab noch eine Frage, kann man den Vorteig auch vorbereiten und einfrieren oder im Kühlschrank aufbewahren? Oft fällt mir ein ich will „jetzt“ Toast backen 😉

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    • Du kannst ihn ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Falls du doch mal auf die Schnelle backen willst, kannst du den Teig auch mal 4 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen und dann gleich weiterverarbeiten. Vielleicht geht das mit dem Einfrieren, habe ich noch nie probiert. Ich habe nur mal Pizzateig eingefroren und fand den danach nicht mehr so gut! LG Valesa

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    • Vielen Dank Katrin! Ich habe auch viel rumprobiert, weil ich so gerne ein Toastbrot wollte, wie ich es aus Amerika kenne, aber ohne das ganze Chemie-Gedöns – und das ist bisher das Einzige, das wirklich sehr nah dran kommt! Liebe Grüße Valesa

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  10. Ich habe gestern dein Rezept „amerik. Toastbrot“ nachgebacken. Erst mal herzlichen Dank für die Bereitstellung des Rezeptes. Ich habe schon einige Stuten gebacken, teils mit normaler Milch, auch Buttermilch und auch Naturjoghurt. Jedoch ist dieses Rezept mit Abstand das Beste. Wie das Brot im Ofen noch aufgeht ist erstaunlich, toll! Der Geschmack des Brotes ist einfach genial, ich habe fast ein Drittel des Brotes vertilgt, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Spitzenrezept und daraus wird ein Spitzenbrot! Danke.

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  11. Du hast hier knapp 6 % Butter drin, ich persönlich würde so um die 7-8 % als die Grenze dessen betrachten, was von Anfang an eingeknetet werden kann ohne, daß die Knetzeit sich zu sehr verlängert. Eigentlich wird aber immer empfohlen, Butter erst nach einer gewissen Knetzeit einzukneten, denn das verkürzt die Einarbeitungszeit und damit die gesamte Knetzeit.

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  12. Das sieht wirklich toll aus und die Technik finde ich mal was ganz anderes. Nur mal als Anregung: gib deine weiche ( nicht flüssige ) Butter nach deinen 8 Minuten kneten in den Teig und dann drei Minuten verkneten. Wir finden, das der buttergeschmack besser durchkommt. …. Somit würde ich diese Variante sehr gerne mal ausprobieren….. Liegt es an meinem iPad, oder kann ich bei dir nicht in PDF wandeln ? Habe leider keinen Drucker am iPad und muss mit PDFs etwas Tricksen.

    liebe Grüße und vielen Dank für dieses Rezept
    Maren

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    • Liebe Maren, ich mußte die Butter heute flüssig machen, da ich vergessen hatte, eine aus dem TK zu nehmen. Ich habe das bei anderen Rezepten auch schon gelesen und probiert, die Butter erst später drunter zu kneten, kann aber ehrlich gesagt gar nicht so einen Unterschied im Geschmack feststellen. Aber vielleicht sollte ich es gerade bei diesem Brot nochmal probieren! Danke für den Tipp! Ich weiss das ehrlich gesagt nicht, ob zu bei mir in pdf-Datei umwandeln kannst, was technische Sachen betrifft, bin ich leider eher ein bisschen unwissend! Liebe Grüße Valesa

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      • Freue mich, wenn du mal probierst.

        Bei dir kann ich nur direkt drücken und bei anderen Blogs kann ich PDF-Print anklicken, dann wird in PDF konvertiert, abgespeichert, verschickt, ausgedruckt, nachgebacken ;-)))

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      • Hallo Valesa,
        wenn Du die Butter später unterknetest, hast Du noch einen weiteren Vorteil: der Teig hat sich vor der Fettzugabe schon etwas entwickelt und nimmt die Butter besser auf. Wichtig ist das immer, wenn viel Butter hinein soll. Bei der Menge in Deinem Rezept geht es aber auch so, wie Du es machst. Geschmacklich kann das eigentlich keinen Unterschied machen.
        Die Idee mit dem Buttermilch-Vorteig habe ich mir notiert – das kommt in mein nächstes Toastbrot-Rezept 😉
        Björn

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      • Lieber Björn – welche Ehre! Du bist einer der tollen Bäcker im Netz, von denen ich ganz viel gelernt habe! Von daher freue ich mich sehr über deine Rückmeldung! :-)) Was denkst du denn, ab welcher Buttermenge die Butter erst später untergeknetet werden sollte?

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      • Man fügt die Butter nicht aus geschmacklichen Gründen zuletzt hinzu. Das Fett blockiert die Hefen und so erreicht man das die Hefezellen bereits in Action sind, bevor das Fett sie zu sehr in der Vermehrung hemmt. Ich finde dein Toastbrot sehr schön. Bon.

        Viele liebe Grüsse von der Mehlkäferin

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      • Vielen Dank Mehlkäferin! Ich weiss das eigentlich, aber ich mache mir meine Rezepte gerne einfach und mansche am liebsten alles einfach zusammen, solange das Ergebnis gut ist! Obwohl ich zugeben muss, dass ich bisher nicht probiert habe, ob es so noch besser werden würde! Trotzdem vielen Dank für deinen Hinweis, vielleicht möchte ja der eine oder andere es so machen! Liebe Grüße Valesa

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